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September neue Live-CD
„Neighbourhood“
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Kurze Informationen zu Neighbourhood:
Titel: 1. Nirgendwo im Überall (Spätgens)
2. Gone into shit (Pastorek/Jesdinsky/Kobal/Spätgens)
3. The Joe must go on (Spätgens)
4. Bruder Yves (Spätgens)
5. Millenium Crash (Spätgens)
6. Mr. PB (Baur)
7. Pudendum (Spätgens)
8. Neighbourhood (Ernst)
9. Hippopotamus (Spätgens)
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Nach fast sechs Jahren veröffentlicht die Latin-Jazz-Band September im Eigenverlag mit der CD „Neighbourhood“ einen neuen Tonträger. Von Oktober 2004 bis April 2006 schnitt Toningenieur Friedreich Dessecker 4 Konzerte von September im Jazzclub Armer Konrad Weinstadt, im Session 88 in Schorndorf und im Museumskeller in Kernen mit, aus denen 9 Titel ausgewählt wurden. Auch „Neighbourhood“ stellt ausschließlich eigenes Material der Latinjazzer vor, 6 Titel aus der Feder von Keyboarder Andreas Spätgens, je eine Komposition von Bassist Bodo Ernst, der den Titeltrack beisteuerte, Tenorsaxer Bernd Baur und Andreas Pastorek, letzteres schrieb der Percussionist der Band früher zusammen mit Uwe Jesdinsky und Jürgen Koball.
Bewusst entschied sich die Band wie schon beim letzten Album 2000, eine Live-CD einzuspielen. Andreas Spätgens liefert die Begründung: „Unsere Musik lebt sehr stark von der wechselseitigen Kommunikation der Musiker, von der daraus entstehenden kollektiven Improvisation. Bei einigen der ausgewählten Aufnahmen ist ganz deutlich zu hören, wie die Musik, während sie entsteht eine neue Richtung nimmt. Insoweit ist unsere Musik trotz der lateinamerikanischen, teils funkigen oder gar rockigen Rhythmik echter Jazz.“
Nach drei Konzerten war eigentlich genügend Material für die CD verwendbar, da kamen personelle Veränderungen auf die Band zu. Schlagzeuger Sebastian Jud zog im Frühjahr 2006 studienhalber in die Schweiz und Horst Künzl kehrte hinter das Drumset zurück. Einvernehmlich trennte sich September von Bernd Baur und tritt seither nur noch im Quintett mit Altsaxophonist und September-Gründungsmitglied Adi Mürdter auf. Deshalb die kurzfristige Entscheidung, auch das Konzert am Gründonnerstag dieses Jahres im Weinstädter JAK mitzuschneiden. Jetzt stellen diese Aufnahmen mit sechs Titeln den Schwerpunkt des ausgewählten Materials dar und dokumentieren den derzeitigen Stand der musikalischen Entwicklung von September. Sebastian Jud wirkt auf drei Titeln mit, Bernd Baur ist auf seiner Komposition „Mr. PB“ auf dem Tenorsaxophon zu hören.
Die Covergestaltung hat wie schon beim letzten September-Album „Autumn left“ Horst Künzl übernommen.
Moritz Hildt beschreibt seine Eindrücke von den 9 Songs in einem Text auf der Innenseite des CD-Covers, echte Liner Notes wie bei Blue Note-Schallplatten in den 50er- und 60er-Jahren. Seine Gedanken leitet Hildt mit folgenden Überlegungen ein: „Neighbourhood – das augenscheinlich Gewöhnliche. Allzu bekannt ist uns die Straße, in der wir wohnen, die Farben der angrenzenden Häuser, der Geruch des Flieders im Garten, das Gesicht der Alten schräg gegenüber und das Bellen des Neufundländers nebenan.
Nachbarschaft. Das ist unbeachtet beachtete Gewöhnlichkeit, das Drumherum, der Rahmen heimischer Alltäglichkeit. Man ist immer schnell damit, einer Sache den Stempel des Alltags aufzudrücken. So gebranntmarkt, verbannen wir den Gegenstand, das Geräusch, die Bewegung aus unserer Aufmerksamkeit, versehen mit den Attributen ‚unspektakulär’ und ‚gewöhnlich’.
Die Stücke dieses neuen Albums von September handeln davon, was zu finden ist, wenn diese Alltäglichkeit durchbrochen wird, man sich den Dingen öffnet, getrieben von Neugierde und vielleicht sogar von Begeisterung für das Unbekannte im, so entpuppt es sich, doch nur scheinbar so Bekannten. Dynamik, Melancholie, Witz und Ausgelassenheit. Diese Stimmungen durchziehen die Stücke in all ihrem Abwechslungsreichtum.“ Und sein Fazit lautet: September haben zu neuer Größe gefunden. Sie haben ein Album voller Abwechslungsreichtum geschaffen, voller Originalität und Innovation. Neun Stücke, die beweisen, was es alles an Ungewöhnlichem zu entdecken gibt hinter dem scheinbar so Gewöhnlichen. Was es zu finden gibt, wenn man mit wachem Blick durch die Welt geht – auch durch die unmittelbare Nachbarschaft.
c/o Andreas Spätgens
Rosenstraße 13
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